Sportmagazin Unterwegs präsentiert:
„Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs - 1. Folge Potzneusiedl“

 

Aktuell finden sich in den 12 Tabellen der Saison 2024/25 insgesamt 150 Vereine, die dem Burgenländischen Fussballverband angehören und eine Kampfmannschaft im Herren Fußball stellen. Leider gibt es abseits davon eine beträchtliche Zahl an Sportplätzen, wo derzeit kein Meisterschaftsbetrieb stattfindet oder „nur“ Nachwuchsspiele ausgetragen werden, was zweifelsohne ein wichtiges Fundament eines jeden Vereins darstellt. Diese Anlagen wollen wir in den nächsten Wochen in unserer neuen Serie „Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs“ vorstellen. Für etwaige Tips, Hinsweise auf unbespielte Sportplätze oder Infos zu geplanten Spielen auf diesen Anlagen sind wir natürlich sehr dankbar. Bitte dazu einfach Kommentar Funktion benutzen.

 

Die Serie starten wollen wir mit der einzigen Gemeinde im gesamten Burgenland, die in der Geschichte des hiesigen Fussballverbandes nur einmal kurz aufgetaucht ist. Es handelt sich um Potzneusiedl, welches im Norden des Bezirks Neusiedl, am Rande der Parndorfer Platte, liegt und 652 Einwohner hat. Vermutete man bis dato, dass es hier noch nie einen offiziellen Fußballplatz gab, so belegen zwei neu aufgetauchte Zeitungsdokumente aus dem Jahr 1947 gegenteiliges. Die SV Einheit Potzneusiedl plante demzufolge 1946 an der Meisterschaft der Vorrundengruppe Nord teilzunehmen. Obwohl dieses Vorhaben scheiterte, bestritten die Potzneusiedler zumindest zwei Freundschaftsspiele auf dem heute nicht mehr existierenden Sportplatz in der Nähe der Quelle. Ein Spiel datiert vom 17. August 1947, wo Hundsheim den ASV Gattendorf mit 2:1 besiegte. Ein weiteres Spiel aus demselben Jahr, auf dem sogenannten „Potzneusiedler Platz“, gewann die SV Einheit gegen Gattendorf mit 3:2, vor immerhin 300 Zuschauern.

2022 wurde in unmittelbarer Nähe ein neu errichteter Sportplatz mit den Ausmaßen 45x90 Meter eröffnet. Er ist in das Freizeitzentrum integriert und bietet jede Menge Infrastruktur. Eröffnet wurde er Anfang Juli 2022 mit einem Behördenspiel der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl gegen die Gemeindebediensteten des Verwaltungsbezirkes Neusiedl. Wie dem Gemeindenachrichten zu entnehmen ist wurde der Ankick sogar vom ehemaligen ÖFB-Präsidenten Gerhard Milletich vorgenommen. Das Spiel endete 3:3, es wurden dem Bericht nach „…gut über dreißig Männer – das Beste, was Potzneusiedl fußballtechnisch zu bieten hat, aufgeboten. Und für die zahlreichen SchlachtenbummlerInnen zahlte es sich aus – nach einem konditionsraubenden, aber fairen Match endete dieses schließlich 3:3. Da Potzneusiedl als Sieger feststand, war die Entscheidung im Elfmeterschießen für die Verlierer nicht so tragisch. Besonders erfreulich war, dass viele Fußball-Interessierte und vor allem Kinder und Jugendliche anwesend waren, was sich sicherlich auf die Zukunft positiv auswirken wird.“

Wie man auf den Fotos erkennen kann, umfasst diese wunderschöne Anlage sogar einen Teich, eine Kapelle, Grillplätze, das Vereinshaus und sogar eine Badezone für Hunde. Da auch der Rasen permanent gepflegt und bewässert wird lebt die Hoffnung, dass hier bald wieder ein Freundschaftsspiel stattfinden wird. Ob es irgendwann für eine Teilnahme am Meisterschaftssbetrieb reichen wird, darüber ist leider nichts bekannt. Verdient hätte es sich diese Anlage auf jeden Fall!

Hier geht es zu Fotogalerie aus Potzneusiedl!

 

Quellenangaben: 

Freies Burgenland 1946

Niederösterreichischer Grenzbote 1947

Gemeindenachrichten Potzneusiedl Ausgabe 37/Juli 2022

BFV Ligenübersicht 2024/25

Sportmagazin Unterwegs präsentiert:
„Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs – 2. Folge Gols“
 

Aktuell finden sich in den 12 Tabellen der Saison 2024/25 insgesamt 150 Vereine, die dem Burgenländischen Fussballverband angehören und eine Kampfmannschaft im Herren Fußball stellen. Leider gibt es abseits davon eine beträchtliche Zahl an Sportplätzen, wo derzeit kein Meisterschaftsbetrieb stattfindet oder „nur“ Nachwuchsspiele ausgetragen werden, was zweifelsohne ein wichtiges Fundament eines jeden Vereins darstellt. Diese Anlagen wollen wir in den nächsten Wochen in unserer Serie „Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs“ vorstellen. Für etwaige Tips, Hinweise auf unbespielte Sportplätze oder Infos zu geplanten Spielen auf diesen Anlagen sind wir natürlich sehr dankbar. Bitte dazu einfach Kommentar Funktion benutzen.

 

Wir bleiben weiter im Bezirk Neusiedl am See und sind heute in der 4.011 Einwohner zählenden Gemeinde Gols zu Gast, die östlich des Neusiedler Sees liegt, an der Grenze der beiden Landschaften Parndorfer Platte und Heideboden. Bekannt ist Gols unter anderem durch das Volksfest, sein Freibad und das ansehnliche Stadion, welches sogar schon ÖFB Cupspiele zu Gesicht bekam. Ehe das Volksfeststadion 1975 feierlich eröffnet wurde, spielte der ASKÖ Gols und der UFC Gols am sogenannten „Alten Sportplatz“, wie er seit damals genannt wird. Bis zur Fusion beider Vereine im Jahr 1982 blieb der politisch rote ASKÖ auf diesem Platz, während der politisch schwarze UFC ins neue Volksfeststadion wechselte. Ein interessantes Überbleibsel auf einem Nebengebäude ist der Schriftzug „SC Raiba Gols“, wobei das „Raiba“ für die ÖVP Nahe Raiffeinbank steht. 

In letzter Zeit finden leider kaum noch Spiele auf diesen Platz statt. Gehegt und gepflegt wird er jedoch weiterhin, wie sich beim Lokalaugenschein zeigte. Wie uns der Verein mitteilte, wird der „in der Regel nur für Vorbereitungsspiele Anfang des Jahres genutzt. Auch da ist mittlerweile so, dass zumeist auf den Kunstrasen Platz in Neusiedl ausgewichen wird“.

Hier geht es zur Fotogalerie aus Gols!

  

Quellenangaben: 

SV Gols

BF-Archiv

Brucki Blogspot

 

 

 

Sportmagazin Unterwegs präsentiert:
„Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs – 3. Folge Kaisersteinbruch“ 

 

Aktuell finden sich in den 12 Tabellen der Saison 2024/25 insgesamt 150 Vereine, die dem Burgenländischen Fußballverband angehören und eine Kampfmannschaft im Herren Fußball stellen. Leider gibt es abseits davon eine beträchtliche Zahl an Sportplätzen, wo derzeit kein Meisterschaftsbetrieb stattfindet oder „nur“ Nachwuchsspiele ausgetragen werden, was zweifelsohne ein wichtiges Fundament eines jeden Vereins darstellt. Diese Anlagen wollen wir in den nächsten Wochen in unserer Serie „Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs“ vorstellen. Für etwaige Tipps, Hinweise auf unbespielte Sportplätze oder Infos zu geplanten Spielen auf diesen Anlagen sind wir natürlich sehr dankbar. Bitte dazu einfach Kommentar Funktion benutzen. 

 

Obwohl wir in unserer dritten Folge weiter im Bezirk Neusiedl am See bleiben, wird es heute wirklich kurios. Es geht diesmal um die 250 Einwohner zählende Ortschaft Kaisersteinbruch, welche zum Gemeindegebiet von Bruckneudorf gehört und geographisch noch im Burgenland liegt. Bekannt ist dieser kleine Ort durch etliche Dreharbeiten zu Filmen wie „Der brave Soldat Schwejk“ und „Flucht der weißen Hengste“. Oder für seine einst sehr erfolgreichen Steinmetzbetriebe. In Kaisersteinbruch wurde während des Zweiten Weltkrieges aber auch eines der größten Kriegsgefangenenlager des Deutschen Reiches platziert. Von 1945 bis zu ihrem Abzug 1955 wiederum diente Kaisersteinbruch als Besatzungslager der sowjetischen Truppen. In dieser Zeit war das Lager von etwa 2.000 sowjetischen Militär- und Zivilpersonen bewohnt. 

Und hier kommt der Grund dieser Dokumentationsreihe ins Spiel, der Sportplatz von Kaisersteinbruch. Wie uns die Gemeinde Bruckneudorf mitteilte, ist dieser in der besagten „Russenzeit“ entstanden. Oder sogar die Jahre davor, wie sich Augenzeuge Josef Hofer erinnert. Der Sportplatz diente den Russen mehr oder weniger der Freizeitgestaltung, wie es zum Beispiel auch in Baden bei Wien während der Besatzungszeit der Fall war. Dem dortigen Fußballverein Casino Baden wurde 1945 durch die sowjetische Besatzungsmacht die Erlaubnis der Benützung ihrer Anlage entzogen. Dies sollte bis 1955 andauern, was die Russen einst mit einem heute nicht mehr existenten Eingangsportal untermauerten. Auf dem von 12 antiken Säulen getragenen Bogen stand in kyrillischer Schrift „Stadion der Offiziere“ geschrieben. 

Aber zurück zu Kaisersteinbruch, seinem Sportplatz und den dort ausgetragenen Fußballspielen. 1977 wurde der sogenannte FC Hofer, der „Freizeitklub Hofer“ gegründet. Dieser organisierte hier etliche Fußballturniere, wobei man sich an das große „Vier-Länder-Turnier“ im Jahr 1981 besonders gerne erinnert. Beteiligt waren Mannschaften aus Ungarn, Deutschland und Südtirol. Vor allem die ungarischen Nachbarn sollen mit spielstarken Fußballern geglänzt haben. Der immerhin 150 Mitglieder zählende Verein war aber auch im Nachwuchsfußball gut aufgestellt und stellte einst sogar eine Damenmannschaft! Einen Spielbetrieb in einer der burgenländischen Ligen gab es hier jedoch nie, so die einstimmige Aussage aller Befragten. 

Die 1980/90er Jahre galten rückblickend dank des Engagements der Mitglieder als die Blütezeit des Fußballs in Kaisersteinbruch. Mangels Nachwuchses wurde das Interesse aber leider immer geringer. Wie uns der neue Obmann, Norbert Hofer, auf Rückfrage weiters bestätigte, ist es heute um den Fußball ziemlich ruhig geworden. Das letzte Hobbyturnier ist auch schon über 12 Jahre her. Mittlerweile besteht das gesellige Vereinsleben hauptsächlich an der Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Bruckneudorf oder der Organisation des beliebten „Prinz-Eugen-Wandertages“. 

Auch wenn der Ball schon lange ruht, beim Lokalaugenschein fanden wir noch immer fest montierte Tore vor, die dank dem Rost eine ordentliche Patina vorweisen. Sitzbänke und ein kleines gemauertes Portal im mit einem Geländer eingezäunten Eingangsbereich lassen noch eine gewisse Infrastruktur erkennen. Seitlich davon waren einst mächtige Statuen errichtet, die einen Diskus bzw. Sperrwerfer zeigten, wie uns Augenzeuge Josef Hofer (der ehemalige Obmann des FC Hofer) weiters berichtete. Ansonsten wird das auf eigene Gefahr frei zugängliche Areal, welches im Besitz des österreichischen Bundesheeres ist (Objekt Nummer 846), von der örtlichen Feuerwehr genutzt. Oder von angehenden Drohnenpiloten, die bei unserem Besuch gerade ihre ersten Gehversuche absolvierten. Aufnahmen von einem künftigen Fußballspiel wird es hier aber auch in Zukunft kaum mehr geben, egal ob aus der Luft oder vom Boden. Was aber bleibt sind die Erinnerung an einen Sportplatz mit einer sehr bewegten Geschichte! 

 
Hier geht es zur Fotogalerie aus Kaisersteinbruch!

Quellenangaben: 

Großgemeinde Bruckneudorf 

mukkaisersteinbruch.wordpress.com 

FC Hofer 

 

 

 

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„Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs – 4. Folge Bruckneudorf“ 

 

Aktuell finden sich in den 12 Tabellen der Saison 2024/25 insgesamt 150 Vereine, die dem Burgenländischen Fußballverband angehören und eine Kampfmannschaft im Herren Fußball stellen. Leider gibt es abseits davon eine beträchtliche Zahl an Sportplätzen, wo derzeit kein Meisterschaftsbetrieb stattfindet oder „nur“ Nachwuchsspiele ausgetragen werden, was zweifelsohne ein wichtiges Fundament eines jeden Vereins darstellt. Diese Anlagen wollen wir in den nächsten Wochen in unserer Serie „Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs“ vorstellen. Für etwaige Tipps, Hinweise auf unbespielte Sportplätze oder Infos zu geplanten Spielen auf diesen Anlagen sind wir natürlich sehr dankbar. Bitte dazu einfach die Kommentar Funktion benutzen.

 

Eine weitere Folge im Bezirk Neusiedl am See beschert uns der ASK Bruck/Leitha, der niederösterreichische Traditionsklub welcher lange Jahre in der Regionalliga Ost spielte. Dessen sportliches Ende und auch das des Vereins suchte samt dem damit verbundenen medialen Theater in den letzten Jahren landesweit seinesgleichen. Eine kompetente Kommunikationspolitik und entsprechende Außendarstellung wären dem Verein in dieser Phase sicher gut zu Gesicht gestanden. Unterm Strich endete die Ära vor dem Landesgericht Korneuburg, wo jedoch mangels finanzieller Mittel sogar das geplante Insolvenzverfahren geplatzt ist. Sportlich gingen die Lichter im Parkstadion am 4. November 2022 aus. 180 Menschen waren Zeuge des letzten Heimspiels, das 0:2 gegen Draßburg verloren ging. 

Und was hat das alles mit dem Burgenland zu tun hat fragt sich der interessierte Leser mit Sicherheit? Nun, das Parkstadion befindet sich in der Gemeinde Bruckneudorf, welche zum Burgenland gehört. Der ASK war aber seit jeher im NÖFV angemeldet (eine ähnliche Situation gibt es auch in Edelstal, wie wir vor kurzem berichteten). Die unmittelbar neben Bruck liegende Gemeinde Bruckneudorf zählt 2.787 Einwohner. Zu dessen Gemeindegebiet gehört auch die in der letzten Folge vorgestellte Ortschaft Kaisersteinbruch.

Aber was wurde nun aus dem Stadion, von dem leider keinerlei Informationen über seinen Bau oder die Eröffnung auffindbar waren? Der Nutzungsvertrag mit dem ASK wurde seitens der Gemeinde aufgelöst, der nächste Tiefpunkt in der Ära des Traditionsvereins. Gleichzeitig wurde im Sommer 2023, ebenfalls durch die Gemeinde Bruck/Leitha, eine neue Vereinbarung mit dem neu gegründeten Förderverein Jugendfußball Bruck-Wilfleinsdorf über die Benutzung und Instandhaltung des Brucker Parkstadions abgeschlossen. Wie den Gemeindenachrichten zu entnehmen war, wurde sogar der vorhandene Rasenmähertraktor vom ASK/BSC Bruck an der Leitha zum aktuellen Wert von 1.800€ abgekauft. Seither trainieren und spielen also die Jugendteams aus Wilfleinsdorf auf der Brucker Sportanlage. Ein Stadion, das einst sogar zu internationalen Ruhm kam, als Borussia Mönchengladbach hier auflief. An jenem 5. Juni 1999 wollten über 2.000 zahlende Besucher die Stars der Fohlenelf bestaunen, die den Test mit 1:11 gewann. Unsere Fotos sind auch schon etwas her, sie stammen vom 15. März 2012, ein paar Tage vor dem Meisterschaftsspiel gegen den SC Brunn. Aber auch 12 Jahre danach hat sich auf der Anlage kaum etwas verändert, außer eben die Besitzverhältnisse.

Laut Vereinsregisterauszug zum Stichtag 13.07.2024 wurde der AKS/BSC Bruck an der Leitha am 31.10.2023 behördlich und rechtskräftig aufgelöst und ist somit ein Fall für die Geschichtsbücher. In jenen Büchern der Stadt findet sich vielleicht auch die Geschichte des Stadions wieder.


Hier geht es zur Fotogalerie aus Bruckneudorf!


Quellen:

Amtliche Nachrichten der Gemeinde Bruck/Leitha und Wilfleinsdorf Nr.337 und Nr.338

www.oesterreich.gv.at

 

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„Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs – 5. Folge Weiden“ 

 

Aktuell finden sich in den 12 Tabellen der Saison 2024/25 insgesamt 150 Vereine, die dem Burgenländischen Fußballverband angehören und eine Kampfmannschaft im Herren Fußball stellen. Leider gibt es abseits davon eine beträchtliche Zahl an Sportplätzen, wo derzeit kein Meisterschaftsbetrieb stattfindet oder „nur“ Nachwuchsspiele ausgetragen werden, was zweifelsohne ein wichtiges Fundament eines jeden Vereins darstellt. Diese Anlagen wollen wir in den nächsten Wochen in unserer Serie „Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs“ vorstellen. Für etwaige Tipps, Hinweise auf unbespielte Sportplätze oder Infos zu geplanten Spielen auf diesen Anlagen sind wir natürlich sehr dankbar. Bitte dazu einfach die Kommentar Funktion benutzen. 

 

Für die fünfte und somit letzte Folge im Bezirk Neusiedl am See sind wir zu Gast in der 2.614 Einwohner zählenden Gemeinde Weiden am See. Sie liegt, wie auch das zuletzt besuchte Gols, ebenfalls östlich des Neusiedler Sees, an der Grenze der beiden Landschaften Parndorfer Platte und Heideboden. Interessant ist hierbei der Umstand, dass von der Gemeindefläche mehr als vierzig Prozent auf den Neusiedler See entfallen. 

Im sportlichen Rampenlicht stand der UFC Weiden vor allem 1976/77, wo man zwei Saisonen lang in der Landesliga spielte, der wohl größte Erfolg des Vereins. Im Sommer 2020 entschloß man sich seitens des UFC, aufgrund eines eklatanten Mangels an Spielern und Funktionären, den Spielbetrieb der Kampfmannschaft ruhend zu stellen. Das letzte Meisterschaftsheimspiel der 2. Liga Nord fand am 10. November 2019 statt, wo 100 Besucher eine 0:2 Niederlage gegen den SC Neusiedl 1b verfolgten. Sportlich betrachtet belegte man zum Abschluß der Saison 2019/20 den vierten Tabellenplatz, ehe die Liga aufgrund der bekannten Pandemie abgebrochen wurde. 

Sehr wohl aktiv ist man aber im Nachwuchsfußball, die Hoffnung und die Stütze eines jeden Vereins. Seit Sommer 2021 haben die Vereine SV Gols, FC Mönchhof und UFC Weiden etliche ihrer Nachwuchsmannschaften zusammengelegt und treten fortan als SpG GMW auf, wobei die Heimspiele abwechselnd und auch in Weiden ausgetragen werden. 

Wie bei unserem Lokalaugenschein ersichtlich, ist die Anlage in Weiden top gepflegt, der Rasen gemäht und auch sonst gut in Schuss. Bleibt zu hoffen das sich in den insgesamt sechs Nachwuchsmannschaften der Spielgemeinschaft, die man zur Saison 2024/25 stellt, bald neue Talente finden. Einhergehend mit der Hoffnung den Spielbetrieb im Bereich der Kampfmannschaft wieder aufzunehmen, damit man auch sportlich wieder was zu feiern hat! Denn die Begleitumstände zu seinem 70-jährigen Jubiläum hätte sich der UFC Weiden sicher anders vorgestellt. Groß gefeiert wurde das zuletzt am 21. und 22. Juni 2014, als man mit einem Festakt und einem Turnier das 60-jährige Vereinsjubiläum zelebrierte. 


Hier gehts zur Fotogalerie aus Weiden!

Quelle: 

UFC Weiden 

BFV 

Gemeindenachrichten Weiden August 2014 

Sportmagazin Unterwegs präsentiert:
„Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs – 6. Folge Donnerskirchen“ 

 

Aktuell finden sich in den 12 Tabellen der Saison 2024/25 insgesamt 150 Vereine, die dem Burgenländischen Fußballverband angehören und eine Kampfmannschaft im Herren Fußball stellen. Leider gibt es abseits davon eine beträchtliche Zahl an Sportplätzen, wo derzeit kein Meisterschaftsbetrieb stattfindet oder „nur“ Nachwuchsspiele ausgetragen werden, was zweifelsohne ein wichtiges Fundament eines jeden Vereins darstellt. Diese Anlagen wollen wir in den nächsten Wochen in unserer Serie „Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs“ vorstellen. Für etwaige Tipps, Hinweise auf unbespielte Sportplätze oder Infos zu geplanten Spielen auf diesen Anlagen sind wir natürlich sehr dankbar. Bitte dazu einfach die Kommentar Funktion benutzen. 

 

Unsere Serie bleibt geographisch weiter nahe des Neusiedler Sees und durchleuchtet fortan den politischen Bezirk Eisenstadt Umgebung. Obwohl diese immerhin 23 Gemeinden umfasst, ist unsere Serie hier „zum Glück“ nicht allzu umfangreich. Wir sind heute zu Gast in Donnerskirchen (1.844 Einwohner), wo einem nicht nur eine Unmenge an Störchen begegnen. Die beschauliche Ortschaft am Fuße des Leithagebirge ist auch bekannt für seinen Wein und den einen oder anderen Heurigen. Immerhin 66 Jahre lang wurde in Donnerskirchen aber auch dem runden Leder nachgejagt, ehe man nach der Saison 2015/16 den Spielbetrieb einstellte. Obwohl nach dem letzten Meisterschaftsspiel am 11. Juni 2016 (gegen Neusiedl 1b) nur eine einjährige Pause vorgesehen war, stellte sich am Ende des Tages heraus das hier leider schon das endgültige Aus „besiegelt“ wurde. Der damalige Obmann Ölbei gab als Grund „Funktionärs-und Spielermangel an, besonders schlimm ist, dass es zu wenig einheimische Spieler gibt, aber finanziell steht der Verein ohne Schulden da“. 

Nachdem inmitten dieser schönen Gegend, umgeben von einem Freibad, Tennisplätzen, Campingplatz und viel Wald jahrelang der Ball ruhte, zog 2019 der Schäferhundeverein Oggau ein und nutzte den Sportplatz als Schulungsplatz, worauf noch heute einige Gerätschaften am Spielfeld hindeuten. Ob dem noch immer so ist, dazu finden sich auf der Homepage des Hundesportvereins keine Hinweise. Der Zustand des Rasens und generell die hermetisch abgeriegelte Anlage lässt aber darauf schließen, dass hier schon lange nicht mehr trainiert wurde. Gleiches gilt für den davorliegenden Traininsplatz mit dem Vereinsgebäude, wo einzig die verbliebenen Griller auf ein vergangenes und geselliges Vereinsleben hindeuten.  

Lange her ist auch die Blütezeit des Sportplatzes, der eine wirklich imposante Tribüne vorweist, die nun Stück für Stück dem Verfall preisgegeben ist. Der 1950 gegründete UFC hat diese von 1967 bis 1979 durch Eigeninitiative und viele Eigenleistungen selbst hergestellt. Bereits 1977 begann man mit der Errichtung der Flutlichtanlage am Sportplatz. 2008 bis 2009 wurde unter dem Unions-Präsidenten Kühnel mit dem Neubau der Sanitärräume, der Mannschaftskabinen sowie zweier neuer Lagerräume begonnen. 

Was weiters mit der Anlage passiert, ist genauso fraglich wie der Umstand, ob hier jemals wieder der Ball rollt. Interessant wird es diesbezüglich 2025, den da geht der Sportplatz vertraglich in das Eigentum der Nachbargemeinde Schützen (!) über, wie den Gemeindenachrichten 2020 zu entnehmen war: „…da der ehemalige Sportplatz vertraglich in ca. fünf Jahren an die Urbarialgemeinde Schützen zurückfällt, müssen schon jetzt Überlegungen für eine Renaturalisierung (Abriss und Aufforstung) oder einer weiteren Pachtperiode (gemeint ist hier wohl der Schäferhundeverein Oggau) angestellt werden. Beschluss: Einstimmig angenommen“ 


Hier gehts zur Fotogalerie aus Donnerskirchen!

Quelle: 

www.hundesportvereinoggau.com 

www.fanreport.com 

www.chronik-donnerskirchen.at 

BFV 

Nachrichten der Marktgemeinde Donnerskirchen, Information des Bürgermeisters Oktober 2020 

Sportmagazin Unterwegs präsentiert:
„Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs – 7. Folge Loretto“

 

Aktuell finden sich in den 12 Tabellen der Saison 2024/25 insgesamt 150 Vereine, die dem Burgenländischen Fußballverband angehören und eine Kampfmannschaft im Herren Fußball stellen. Leider gibt es abseits davon eine beträchtliche Zahl an Sportplätzen, wo derzeit kein Meisterschaftsbetrieb stattfindet oder „nur“ Nachwuchsspiele ausgetragen werden, was zweifelsohne ein wichtiges Fundament eines jeden Vereins darstellt. Diese Anlagen wollen wir in den nächsten Wochen in unserer Serie „Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs“ vorstellen. Für etwaige Tipps, Hinweise auf unbespielte Sportplätze oder Infos zu geplanten Spielen auf diesen Anlagen sind wir natürlich sehr dankbar. Bitte dazu einfach die Kommentar Funktion benutzen.

 

Die nächste Folge unsere Serie aus dem Bezirk Eisenstadt Umgebung ist wieder eine sehr kuriose. Am nördlichen Ende des Leithagebirges sind wir auf Spurensuche im Wallfahrtsort Loretto. Mit 516 Einwohner ein beschauliches Dorf, das es aufgrund dieser Statistik zur kleinsten Marktgemeinde Österreichs macht. Selbstständig ist Loretto erst wieder seit 1990, davor bildete es seit 1971 mit den Ortsteilen Leithaprodersdorf und Stotzing die Großgemeinde Leithaprodersdorf. Die Einwohnerzahl Lorettos vervielfacht sich allerdings des Öfteren, denn der Ort ist ein beliebter Pilgerort. Nicht nur wegen der schwarzen Madonna, sondern auch ob der 2016 im Zuge von Arbeiten in der Gnadenkapelle neben der Basilika Loretto entdeckten, 300 Jahre alten, Marienstatue. 

Einem Gerücht folgend wollten auch wir eine Entdeckung machen, nämlich die Frage klären, ob es hier jemals einen Fußballverein gab. Ein Indiz dafür ist nicht nur die Existenz eines Fußballplatzes mit den früher üblichen Abmessungen von 45x90 Meter, sondern auch der Fakt das dieser auf der aus feinstem Messing gefertigten Informationstafel vor der Basilika klar als Sportplatz in der Legende (als Punkt I bezeichent) markiert ist. Er befindet sich leicht seitlich hinter der Kirche, umgeben von hohen Mauern im inneren des Pfarrhofes, welcher an ein unendlich weites Ackerfeld grenzt. Auf diesem Areal ist auch ein Spielplatz untergebracht, dahinter ist der besagte Sportplatz, welcher noch heute erhalten ist. Die Tore sind allerdings keine fest verankerten mehr. 

Seitens der Gemeinde wurde uns zwar die Auskunft erteilt, dass es hier nie einen Verein gab, jedoch hat die Geschichte schon oft gezeigt (wie zuletzt in Potzneusiedl, wo es doch einen Verein gab, wenn auch nur für ein paar Jahre in der Nachkriegszeit, ganz zu schweigen von den zwei ehemaligen und mittlerweile verbauten Sportplätzen) dass sich hier eine weitere Recherche lohnen könnte. Vielleicht findet sich unter den Lesern jemand, der hier sachdienliche Hinweise geben kann.   

 

Hier gehts zur Fotogalerie aus Loretto!
 

Quelle:

www.gemeinde-loretto.at

 

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„Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs – 8. Folge Müllendorf“

 

Aktuell finden sich in den 12 Tabellen der Saison 2024/25 insgesamt 150 Vereine, die dem Burgenländischen Fußballverband angehören und eine Kampfmannschaft im Herren Fußball stellen. Leider gibt es abseits davon eine beträchtliche Zahl an Sportplätzen, wo derzeit kein Meisterschaftsbetrieb stattfindet oder „nur“ Nachwuchsspiele ausgetragen werden, was zweifelsohne ein wichtiges Fundament eines jeden Vereins darstellt. Diese Anlagen wollen wir in den nächsten Wochen in unserer Serie „Burgenländische Sportplätze abseits des Ligabetriebs“ vorstellen. Für etwaige Tipps, Hinweise auf unbespielte Sportplätze oder Infos zu geplanten Spielen auf diesen Anlagen sind wir natürlich sehr dankbar. Bitte dazu einfach die Kommentar Funktion benutzen.

 

Einmal rund um das Ende vom Leithagebirge gefahren, verschlägt es uns nach Müllendorf. Der 1.469 Einwohner zählende Ort ist weltweit bekannt durch seinen Kreideabbau. Der rund 40 Hektar große Kreidesteinbruch ist das Überbleibsel jenes tropischen Meeres, das vor rund 17 Millionen Jahren hier die Landschaft beherrschte. Die das Ortsbild prägende „Mühlendorfer“ Kreidefabrik, im Besitz im Besitz der Familie Hoffmann-Ostenhof, produziert hier seit 1904. 70 Prozent der Kreide gehen in den Export.

Der hier existierende Sportplatz hat eine ebenso lange Geschichte wie der SV Müllendorf. Gehörte der SVM 1949 sogar zu den Gründungsmitgliedern der ASVÖ Burgenland. Sportlich am Höhepunkt angelangt war man 1962/63, wo sie sich eine Saison lang mit Vereinen wie Mattersburg, Neusiedl, Parndorf oder Oberwart messen durften. Die zehn Runden im unteren Playoff der Saison 2003/04 waren die letzten, welche der SVM absolvierte. Erwähnenswert wäre noch die Platznutzung des SC Eisenstadt. Nach dessen Pleite gründete sich 2008 der Eisenstadt FC (EFC), der fortan für drei Spielzeiten in Müllendorf spielte, 2012 aber die Segel strich. Danach gingen am Sportplatz Müllendorf die Lichter endgültig aus. 

Justament in der Woche unseres Besuches war der Spatenstich für ein neues Pflegezentrum, was auf einer Hälfte des Spielfeldes errichtet wird. Die andere Seite, wo noch immer das Tor und das Vereinsgebäude steht, wird den Plänen nach als Park genutzt. Ob man hier in Erinnerung an den SV Müllendorf das Gebäude oder ähnliches stehen läßt ist nicht bekannt. Nach über 20 Jahren ohne eigenen Fußballverein würde es aber auch nicht wundern, wenn man dessen Geschichte komplett ausradiert, wenn dies nicht eh schon passiert ist. Ein Verein, über dessen Existenz oder Erfolge in der Vergangenheit man auch nichts auf Homepage der Gemeinde findet. Dort verweist einem die Seite auf den benachbarten FC Großhöflein…    

 

Hier gehts zur Fotogalerie aus Müllendorf! 

 

Quelle:

BFV

ASVÖ Burgenland

Burgenland ORF